Neues aus dem Bundesverband

31.08.2018

Aufruf zur Beteiligung: Experten-Studie zum Antragsverhalten in der onkologischen Rehabilitation

Kategorie: Bundesverband

In dem Forschungsprojekt „Antragsverhalten zur onkologischen Rehabilitation (AZORE-Studie)“ ist die DVSG als Mitantragstellerin an einem  beteiligt. Mit der Studie sollen mögliche Gründe für sinkende Antragszahlen auf medizinische Rehabilitation bei onkologischen Erkrankungen erforscht werden. In Deutschland ist über die letzten Jahre eine insgesamt ansteigende Inzidenz für Krebserkrankungen festzustellen. Dieser Trend wird voraussichtlich anhalten, was auf eine verbesserte Früherkennung sowie auf den steigenden Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung zurückzuführen ist. Entgegen dieser Entwicklung zeigen die Daten der DRV (Deutsche Rentenversicherung Bund) seit einigen Jahren eine Tendenz zu stagnierenden bis rückläufigen Antragszahlen zur onkologischen Rehabilitation. Diese Entwicklung zeigt sich insbesondere im Bereich der allgemeinen Heilverfahren. Bisher sind die Gründe für diese verminderte Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen nur wenig erforscht und bestehende Veröffentlichungen beschränken sich zumeist auf patientenseitige Untersuchungen. Es ist jedoch erforderlich, auch die Perspektive der in der onkologischen Versorgung und Beratung tätigen Expert*innen zu berücksichtigen, da diese die Antragstellung zur Rehabilitation über Informationsvermittlung, Beratung, Bedarfserhebung sowie weitere Maßnahmen steuern. Hier soll die AZORE-Studie ansetzen. AZORE- ist eine bundesweit angelegte und durch die DRV geförderte Studie mit einer Laufzeit von 24 Monaten (Projektbeginn Mai 2017). Die Zielgruppe sind Expert*innen, die in der Behandlung oder Beratung von onkologischen Patienten tätig sind. Hierunter zählen: Ärzte, Sozialarbeiter*innen, Medizinische Fachangestellte, Pflegepersonal, Psycholog*innen, Psychoonkolog*innen und Verwaltungsangestellte der DRV. Ziel der Studie ist die Erfassung der Sichtweise von Expert*innen bezüglich der Reha-Antragsstellung, um mögliche Ursachen für die rückläufigen Antragszahlen im Bereich der onkologischen Rehabilitation zu identifizieren. Dazu wird eine bundesweit angelegte, online-basierte Fragebogenerhebung durchgeführt. Im Zusammenspiel mit weiteren Studien, die den Fokus auf die Patientenperspektive legen, soll die Studie mögliche Ansatzpunkte aufzeigen, um ggf. bestehende Barrieren bei der Inanspruchnahme der onkologischen Rehabilitation abzubauen. Die Erhebung ist Mitte August 2018 gestartet und wird bis zu fünf Monate andauern. Der dabei eingesetzte Online-Fragebogen ist in circa 15 Minuten zu beantworten. An der Fragebogenerhebung teilnehmenkönnen alle Expert*innen, die in der Behandlung oder Beratung von onkologischen Patienten tätig sind. Um eine zielgenaue Akquise der Teilnehmer*innen zu gewährleisten, wurden Links zum Fragebogen von beteiligten Fachgesellschaften, wie der DVSG, an ihre Mitglieder weitergeleitet. Die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis und die Teilnehmer*innen werden bereits bei der Dateneingabe anonymisiert.  

Bei der Online-Befragung handelt es sich um eine freiwillige und anonymisierte Befragung. Alle Daten werden ausschließlich in anonymisierter Form erhoben, ausgewertet und veröffentlicht; Rückschlüsse auf Ihre Person sind weder gewollt noch technisch möglich. Sämtliche Daten werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken erhoben. Die DVSG bittet ihre Mitglieder, die den Link zum Fragebogen erhalten haben, den Fragebogen zu beantworten, um die Perspektive und die praktischen Erfahrungen der Sozialen Arbeit in diese Forschungsarbeit einbeziehen zu können.