Projektgruppe Selbstständige
Im Bereich der Gesundheitsversorgung und der Gesundheitsförderung gewinnen in Selbstständigkeit erbrachte soziale Dienstleistungen immer mehr an Bedeutung. Allerdings mangelt es noch an einheitlichen rechtlichen, konzeptionellen und strukturellen Rahmenbedingungen, die den leistungserbringenden Akteuren eine dauerhafte und gesicherte Finanzierungsbasis gewährleisten.
In der Praxis führt dies oft dazu, dass Leistungen zu Dumpingpreisen angboten werden. Eine Praktik, die die gesamte Profession langfristig schwächt. Daher müssen sowohl die Qualität, als auch der Preis dieser Leistungen standardisiert werden. Nur so gelingt es langfristig, diese innovative Form der Leistungserbringung als einen weiteren Professionalisierungs- und Profilierungsschub für Soziale Arbeit zu nutzen.
Ökonomische und ethische Zielsetzungen sind derart miteinander zu verknüpfen, dass sie die Handlungsspielräume der Adressaten wie der professionellen Akteure gleichermaßen erweitern und sichern. Bestehende Strukturen sind hinsichtlich ihrer Nutzerorientierung und Bedarfsgerechtigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls an die aus finanziellen Regressionen und steigenden Bedarfen erwachsenden Anforderungen zu adaptieren.
Zur Erreichung dieser Ziele strebt die DVSG an, dass
- Soziale Arbeit im Gesundheitswesen als eigenständiger Gesundheitsberuf anerkannt und strukturell verortet wird,
- selbstständige Leistungserbringer als fester Bestandteil in das Finanzierungs- und Leistungssystem des Gesundheitswesens eingebunden werden (Kassenzulassung),
- zur Vereinheitlichung und Schaffung von Transparenz ein Leistungs- und Gebührenkatalog entwickelt wird, der Professionellen, Klienten und Kostenträgern gleichermaßen als Richtlinie dient
- selbstständig tätige Akteure Sozialer Arbeit sich verstärkt vernetzen und den Nutzen ihrer Dienstleistungen transparent und nachvollziehbar machen (Sozialmarketing).

