Forum 12

Gesundheit im Quartier: Ein Blick über den Tellerrand und den Gestaltungsauftrag der Sozialen Arbeit

Neue Anforderungen im Hinblick auf Entlassungsplanung und neue Bedarfe bei Patienten stellen die Sozialdienste der Krankenhäuser, Pflegestützpunkte und Beratungsstellen vor immer neue Herausforderungen. Insbesondere bei alten, chronisch kranken und pflegebedürftigen Patienten tritt das Problem auf, wie das Recht auf Selbstbestimmung bei dieser Gruppe gewahrt werden kann, angesichts potenziell widerstreitender Interessen von Betroffenen gegenüber Angehörigen und Leistungsanbietern. Außerdem stellt sich die Frage, ob das Netz ehrenamtlicher Betreuungsangebote, kommunaler Dienste und kommerzieller Versorgungsangebote tatsächlich den Bedarfen der zu versorgenden Patienten entspricht und allen Gruppen gleichermaßen zugänglich ist? Wer gestaltet diese sozialpolitische Versorgungslandschaft, die gerade im Gesundheits- und Sozialbereich als "Markt“ definiert und gewollt ist? Welche Rolle muss und kann die Kommune hier einnehmen und welchen Gestaltungsauftrag hat die Soziale Arbeit in beiden Bereichen? 

In drei Vorträgen sollen verschiedene Aspekte dieses Themenkreises aufgegriffen werden, um im Anschluss zu diskutieren, welche Möglichkeiten und Chancen die Soziale Arbeit nutzen kann.

Mitwirkende:

  • Gesundheit im Quartier – die Perspektive der Kommunen
    Anne Janz, Deutscher Städtetag - Gesundheitsausschuss, Magistrat der Stadt Kassel 

  • Quartiersentwicklung als Prozess
    Prof. Dr. Peter Michell-Auli, APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft, Bremen 

  • Netzwerke nutzen – die Bremer Fachkonferenz Soziale Arbeit im Gesundheitswesen
    Heike Ulrich, Senat für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport, Referat Ältere Menschen. Bremen

Moderation:

  • Barbara Kahler, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge, Berlin